Gartenschrank und Gartenbox: Mehr Ordnung mit mehr Stauraum!

Gartenschrank aus Metall

Der Gartenschlauch liegt quer über den Weg, die Sitzkissen stapeln sich auf der Terrasse und das Gartenwerkzeug müssen Sie zwischen Blumentöpfen und Gießkannen suchen – kommt Ihnen das bekannt vor? Wer Ordnung im Garten schaffen will, braucht nicht immer gleich einen Geräteschuppen oder gar ein zweites Gartenhaus! Oft reicht ein stabiler Gartenschrank oder eine praktische Gartenbox, die weit weniger Aufwand erfordern. Dieser Ratgeber zeigt, welche Modelle sich für Garten, Balkon und Kleingarten eignen, worauf es beim Material ankommt und wie Sie mit wenig Stellfläche überraschend viel Ordnung schaffen.

Inhaltsverzeichnis

Wenn das Gartenhaus schon voll ist

Wie drinnen, so gilt auch draußen: Stauraum hat man eigentlich nie genug! Zwar steht in den meisten Gärten schon ein Gartenhaus, das prinzipiell genug Platz bieten sollte, um alles Nötig unterzubringen. Aber was, wenn es längst zum gemütlichen grünen Wohnzimmer umfunktioniert wurde, oder als Fitnessraum,  Gartenbüro oder Kinderspielhaus genutzt wird? Wer dann noch den Grill plus Zubehör, die Schubkarre oder die Sitzauflagen unterbringen möchte, hat ein Problem.

Selbst die glücklichen Besitzer eines Gartenhauses mit  Schuppen oder eines zusätzlichen Gerätehauses sind nicht immer besser dran! Entweder sind diese Räumlichkeiten seit Jahren so vollgestopft, dass kaum noch etwas hineinpasst, oder sie wurden zur Werkstatt umgebaut: mit Werkzeugwand, Werkbank und all dem Zubehör, das dort nun dauerhaft zu Hause ist. Für Gartenschläuche, Kissen, Spielzeug und saisonales Material bleibt da kein Platz mehr.

Gartenhaus mit Schuppen
Ein Gartenhaus mit Schuppen bietet bereits extra Stauraum neben dem Wohnbereich,  oft reicht das aber nicht für alles aus.

Gartenschränke und Gartenboxen schließen genau diese Lücke. Sie brauchen wenig Platz, sind schnell aufgestellt und ergänzen das Vorhandene, ohne dass ein weiteres Gebäude nötig wäre. Ob neben dem Gartenhaus, auf der Terrasse oder direkt am Gemüsebeet: Diese kompakten Helfer schaffen da Ordnung, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Gartenschrank oder Gartenbox: Was ist der Unterschied?

Die beiden Begriffe werden im Alltag oft synonym verwendet, bezeichnen aber zwei unterschiedliche Möbeltypen:

  • Ein Gartenschrank funktioniert wie ein klassischer Schrank: Er hat eine oder zwei Türen, im Inneren Regalböden und bietet auf vergleichsweise kleiner Grundfläche eine beachtliche Menge Stauraum. Er eignet sich überall dort, wo Werkzeug, Gartengeräte oder Chemikalien sicher und geordnet aufbewahrt werden sollen.
  • Eine Gartenbox hingegen ist truhenartig aufgebaut – flacher, breiter und ohne Tür. Der Deckel wird nach oben geöffnet, der Inhalt von oben eingelegt. Das macht sie besonders praktisch für sperrigere Gegenstände wie Gartenschläuche, Abdeckplanen oder Winterschutz für Kübelpflanzen.

Beide Typen ergänzen sich gut und lösen unterschiedliche Aufbewahrungsprobleme im Garten.

Was lässt sich verstauen? Typische Lagergüter

Gartenschränke und Gartenboxen sind vielseitiger nutzbar als man zunächst denkt. Je nach Modell und Größe passen hinein:

  • Gartenhandwerkzeug: Schaufeln, Harken, Gartenscheren, Handschuhe
  • Gartenschläuche, Sprühdosen, Verbindungsstücke
  • Sitzkissen, Auflagen und wetterfeste Textilien
  • Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Erde in kleineren Mengen
  • Kinderspielzeug und Sportartikel,
  • Saisonales Zubehör wie Lichterketten, Anzuchtzubehör oder Frostschutzvlies,
  • Gummistiefel, Gartenhandschuhe, Arbeitskleidung

Natürlich nicht alles auf einmal! 🙂 Im Alltag bewährt sich eine kluge Aufteilung: Die Gartenbox übernimmt saubere Dinge, Kissen und textile Auflagen, Spielzeug und Sportartikel, der Gartenschrank beherbergt Werkzeug und grobe Materialien und Werkzeuge für die Gartenarbeit. Wenn Sie auch Dünger oder Pflanzenschutzmittel einlagern, empfiehlt sich sicherheitshalber ein Schloß, damit nichts unkontrolliert abhanden kommt!

StarLine Metall Gartenbox Größe XL Farbe Anthrazit
StarLine Metall Gartenbox Größe XL Farbe Anthrazit

Materialien im Überblick: Holz, Metall, HPL

Das Material entscheidet nicht nur über die Optik, sondern auch über Pflegeaufwand, Langlebigkeit und den Preis. Im Wesentlichen stehen drei Werkstoffe zur Wahl:

  • Holz fügt sich optisch harmonisch in den Garten ein und lässt sich streichen oder lasieren, um es dem eigenen Stil anzupassen. Nordische Fichte etwa ist ein bewährtes Material für Gartenmöbel – leicht, gut bearbeitbar und mit regelmäßiger Pflege sehr dauerhaft. Wer seinen Schrank alle zwei bis drei Jahre ölt oder streicht, hat lange Freude daran.
  • Metall punktet mit Robustheit und niedrigem Pflegeaufwand. Gartenschränke aus verzinktem oder pulverbeschichtetem Stahl halten Wind und Wetter zuverlässig stand, sind schlanker in der Bauweise und wirken modern. Sie eignen sich besonders für Nutzer, die keinen Aufwand für die Pflege betreiben möchten.
Gartenschrank aus Metall
Telluria Giarmadio – Gartenschrank aus Metall
  • HPL – kurz für High Pressure Laminate – ist ein hochwertiger Schichtpressstoff, der extrem witterungsbeständig, kratzfest und wartungsarm ist. HPL-Gartenschränke und Gerätehäuser gelten als Premium-Variante: Sie sehen hochwertig aus, sind in der Regel in zeitlosen Farben wie Anthrazit, Grau oder Weiß erhältlich und benötigen kaum Pflege. Der Preis liegt natürlich entsprechend höher.
Merkmal Holz Metall HPL
Optik Natürlich, warm Modern, schlank Premium, zeitlos
Pflegeaufwand Mittel (regelmäßig ölen/streichen) Gering Sehr gering
Langlebigkeit Hoch (bei Pflege) Hoch Sehr hoch
Preis Günstig–mittel Mittel Mittel–hoch

Gartenschrank: Viel Stauraum auf kleiner Grundfläche

Der klassische Gartenschrank ist die erste Wahl, wenn es um echte Ordnung mit System geht. Durch die vertikale Bauweise bietet er auf einer vergleichsweise geringen Stellfläche ein Vielfaches an Stauvolumen, weil die Vertikale genutzt wird. Besonders in kleinen Gärten oder auf der Terrasse ist das ein entscheidender Vorteil!

HPL Gartenschrank High (weiß) und Low (Anthrazit)
HPL Gartenschrank High (weiß) und Low (Anthrazit)

Modelle wie der HPL Gartenschrank in der Low- oder High-Variante richten sich an Nutzer, die Wert auf Langlebigkeit und eine anspruchsvolle Optik legen. Die Oberfläche aus HPL ist pflegeleicht und widerstandsfähig, die klaren Linien fügen sich gut in moderne Gartengestaltungen ein.

Wer allerdings eine natürlichere Optik bevorzugt, greift zur Garten Multibox aus nordischer Fichte – erhältlich in den Farben Natur, Grau und Anthrazit, aufgebaut als Elementkonstruktion, die sich auch von weniger geübten Heimwerkern schnell montieren lässt.

Multibox in Elementbauweise
Multibox in Elementbauweise

Bei der Wahl des Modells lohnt ein Blick auf die Anzahl der Regalböden und deren Tragkraft. Wer schweres Werkzeug oder größere Mengen Erde lagern möchte, sollte auf stabile Böden und eine solide Konstruktion achten. Ein integriertes Schließsystem ist immer dann sinnvoll, wenn Kinder Zugang zum Garten haben oder gefährliche Mittel wie Pflanzenschutzmittel im Schrank aufbewahrt werden.

Gartenbox: Die kompakte Aufbewahrungstruhe

Die Gartenbox ist die unkompliziertere der beiden Varianten. Ihr Deckel lässt sich einfach aufklappen, der Inhalt lässt sich ohne Umstapeln entnehmen – ideal für Gegenstände, die regelmäßig gebraucht werden oder sperriger sind. Typisch für diesen Typ ist eine breite, flache Grundform mit vergleichsweise hohem Fassungsvermögen. Besonders für Gartenschläuche, Abdeckfolien oder Winterschutzutensilien, die man schnell zur Hand haben möchte, ist das Truhenkonzept praktisch.

Telluria Nevio Gartenbox 160
Telluria Nevio Gartenbox 160

Die Garten Multibox aus Holz ist ein gutes Beispiel für eine vielseitige Gartenbox: Sie ist in verschiedenen Größen erhältlich und passt durch die drei verfügbaren Farbtöne in unterschiedliche Gartengestaltungen.

Multibox in 3 Farben
Garten Multibox aus nordischem Fichtenholz, Größe 3 in Grau, Anthrazit und Natur

Ein Gartenschrank für Balkon und Terrasse?

Auch auf Balkon und Terrasse ist Stauraum oft Mangelware – und ein Gartenschrank die platzsparende Lösung. Im Gegensatz zu einem Gerätehaus benötigt er keine Baugenehmigung, keinen festen Untergrund und kaum Aufbauzeit. Schlanke Metallmodelle wie der Telluria Nevio in den Größen 160 und 180 cm eignen sich gut für diesen Zweck: kompakt in der Grundfläche, ausreichend hoch für lange Gartengeräte und optisch ansprechend genug, um auch auf einer gestalteten Terrasse eine gute Figur zu machen.

Wer zur Miete wohnt, sollte vorab klären, ob das Aufstellen eines Schrankes auf dem Balkon der Erlaubnis des Vermieters bedarf. In Wohnungseigentümergemeinschaften gelten möglicherweise gesonderte Regelungen zur Nutzung der Außenflächen. In der Regel ist ein einzelner Schrank problemlos zulässig, solange er keine Fluchtwege blockiert.

Lesen Sie dazu auch unseren speziellen Ratgeber Ein Gartenhaus auf Balkon und Terrasse: mit Mini-Gerätehäusern, kaum größer als ein Gartenschrank!

Der Gartenschrank im Kleingarten: Was ist erlaubt?

Kleingartenanlage

Im Kleingarten gelten besondere Regeln. Das Bundeskleingartengesetz begrenzt bauliche Anlagen auf eine Laubengesamtfläche von 24 Quadratmetern, sogar inklusive Terrasse! Ein freistehender Gartenschrank oder eine Gartenbox fällt in der Regel jedoch nicht unter diese Vorgabe, solange es sich um ein mobiles, nicht verankertes Möbelstück handelt. Schließlich sind Gartenschrank und Gartenbox kein “Gebäude”.

Dennoch lohnt ein Blick in die Satzung des eigenen Kleingartenvereins, bevor man ein größeres Modell anschafft. Manche Vereine begrenzen die zulässige Größe von Geräteboxen explizit, etwa auf eine Grundfläche von maximal 1,5 × 1,0 Metern und eine Höhe von rund 1,30 Metern. Im Zweifel klärt ein kurzes Gespräch mit dem Vorstand, was erlaubt ist und was nicht. Das erspart spätere Diskussionen und sichert die Investition ab. Ein kleiner Rundgang durch die Kleingartenanlage verschafft auch schon vorab einen Überblick, was dort üblich und erlaubt ist und was vielleicht nicht.

Tipps für Aufstellung und Innenorganisation

Ein paar praktische Überlegungen helfen dabei, das Beste aus Gartenschrank und Gartenbox herauszuholen:

  • Untergrund prüfen: Der Schrank sollte auf ebenem, festem Untergrund stehen, Pflastersteine, Holzdielen oder eine kleine Fundamentplatte sind ideal. Auf weichem Erdreich kann der Schrank im Lauf der Zeit absacken oder sich verziehen.
  • Standort mit Bedacht wählen: Ein überdachter oder halbschattiger Platz schont das Material, besonders bei Holz. Direkte Dauersonne und stehendes Regenwasser auf dem Deckel beschleunigen die Alterung.
  • Innen organisieren: Zusätzliche Regalböden, Haken an den Innenseiten der Türen und kleine Körbe oder Kisten helfen, den Innenraum sinnvoll zu strukturieren. Langes Werkzeug stellt man aufrecht, kleineres Zubehör sortiert man in Boxen. Im Shop der Gartenhausfabrik finden Sie einige kleine Helfer.
  • Abstand zur Hauswand: Zwischen Schrank und Wand sollte etwas Luft bleiben, damit Feuchtigkeit abtrocknen kann und kein Schimmel entsteht.
  • Pflege je nach Material: Holzschränke alle zwei bis drei Jahre ölen oder streichen, Metallschränke auf Rostansätze prüfen, HPL-Oberflächen nur abwischen, fertig!

Mit dem zu Ihrem Bedarf passenden Modell am richtigen Aufstellort wird der Gartenschrank schnell zum selbstverständlichen Bestandteil des Gartens und das große Suchen nach Schlauch, Schere und Gartenschuhen gehört der Vergangenheit an!

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